13 AprBademode Trends

Nach dem langen und kalten Tagen steht nun der Frühling vor der Tür. Nun werden die Tage länger und die Temperaturen steigen. Schon bald beginnt die Grill- und Badesaison – für viele die schönste Zeit des Jahres. Modemagazine und Fashion-Experten spekulieren bereits jetzt über die heißesten Bikinitrends dieses Sommers.

Ob traumhafte Lifestyle Bikinis oder schlichte Badeanzüge – die Geschmäcker sind sehr verschieden. Manch einer genießt es, in luxeriöser Designer Bademode am Strand wie auf einem Catwalk zu flanieren, während andere ihre Haut mit einem Hauch von Nichts verhüllen. Mit den Ganzkörper-Badeanzügen, welche die Damen im 18. Jahrhundert zum planschen trugen, hat die heutige Bademode nicht mehr viel gemein. Doch wie kam es zu dieser Entwicklung?

Bademode im Wandel der Zeit

Die Entwicklung von Bademode hängt eng mit der Entstehung der Badekultur und der Entwicklung unserer Gesellschaft im Allgemeinen zusammen. In der römischen Antike war es in den Thermen zumindest für Männer üblich, nackt zu baden. Frauen trugen laut zeitgenössischen Quellen während des Badens zweiteilige Kleidungsstücke, die modernen Bikinis nicht unähnlich waren.

Anfang des 19. Jahrhunderts existierten in größeren Städten geschlossene Badeanstalten, die nur für Frauen zugänglich waren. Sie badeten dort in ihrer Unterkleidung. Diese bestand zur damaligen Zeit aus einer langen Unterhose, die auch als Beinkleid bezeichnet wurde, einem Leibchen und langen Strümpfen. Beim Baden war der gesamte Körper der Frau bedeckt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Beinkleider langsam kürzer. 1903 wurden die ersten Badeanzüge aus Woll- und Baumwolltrikot eingeführt. Zu richtiger Popularität gelangten die Einteiler jedoch erst in den 20er Jahren. Jedoch mussten Frauen in vielen öffentlichen (und auch für Männer zugänglichen) Badeanstalten noch einen Rock über ihrem Badeanzug tragen, damit nicht zu viel Bein sichtbar war.

Ende der zwanziger zeigte Frau beim Bade schon ein wenig mehr Haut. In den USA wurden die ersten zweiteiligen Badeanzüge populär. Sie bestanden aus einer Pumphose und einem hemdartigen Oberteil. Im deutschsprachigen Raum ging es zur damaligen Zeit weitaus weniger freizügig zu. 1932 verabschiedete die preußische Regierung den so genannten Zwicklererlass. Dieser bestimmte, welche Körperteile beim Baden zu verdecken waren. Im ersten Teil des 20. Jahrhunderts waren einteilige Badeanzüge für Frauen die typische Bekleidung beim Baden. Ab den 1950er Jahren setzte sich langsam die zweiteilige Bademode durch – der Bikini.

Zudem wurde Bademode nun nicht mehr aus Wolle und Baumwolle hergestellt, sondern aus Nylon. Badeanzüge und Bikinis gibt es in der heutigen Zeit in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Schnitten. Ihr Aussehen und ihre Form variieren und unterliegen den saisonalen Trends der Modeindustrie. Im Allgemeinen sind die Bikini-Schnitte in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend knapper geworden, was mit der Freizügigkeit unserer Gesellschaft einhergeht.

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